Natur erleben ist interessant und anregend. Gleichwohl kommt man in unserer Gegend im Wald und auf Wiesen nicht ohne Vorsichtsmaßnahmen aus. Beim Aufenthalt in der Natur müssen mögliche Gefahrenquellen mit einkalkuliert werden. Daher kann empfohlen werden, sich im Vorfeld über den Schutz vor Zecken und Fuchsbandwurm zu informieren.
Die Zecke (auch Holzbock genannt) gehört zu den Spinnentieren.
Zecken ernähren sich vom Blut der Wirtstiere, an denen sie sich mit einem speziellen Stechsaugrüssel festbeißen.
Während dieses Saugvorganges können Krankheitserreger übertragen werden.
Zecken leben in Bodennähe auf Gräsern, Büschen und Sträuchern (bis max. etwa 1,5 m Höhe) und lauern auf Warmblüter. Sie streifen die Zecken beim Vorbeigehen ab. Zecken fallen nicht von Bäumen.
Die Zecke setzt sich nicht sofort fest, sondern sucht sich zuerst eine geeignete Stelle am Körper des Wirts. Zecken bevorzugen besonders dünne und warme Hautstellen. Beim Menschen liegen diese Stellen u.a. in den Arm- und Kniebeugen, unter den Achselhöhlen, am Hals und zwischen den Beinen.
Wie kann man sich vor Zecken schützen?
Zu empfehlen ist:
Weitere Infos über Zecken, zur Borreliose und zur FrühSommer-MeningoEnzephalitis (FSME) erhält man auf der Website: www.zecken.de .
Auch der Hausarzt kann Sie beraten.
Begriffsklärung : FSME und Borreliose
In Deutschland sind zwei durch Zecken übertragbare Erkrankungen von Bedeutung: die von Bakterien ausgelöste Borreliose sowie die von Viren ausgelöste FrühSommer-MeningoEnzephalitis (FSME).
Die Borrelien werden erst 12-24 Stunden nach dem Zeckenstich übertragen. Aus diesem Grund kann ein rechtzeitiges entfernen der Zecke eine Borreliose verhindern. Tritt dennoch eine Erkrankung auf, kann sie mit Antibiotika behandelt werden.
Im Gegensatz hierzu ist das FSME-Virus sofort nach dem Zeckenstich übertragbar.
Hier schützt nur eine Impfung vor Erkrankung.
Der Fuchsbandwurm ist ein etwa 3-4 mm langer Bandwurm. Der Fuchs (selten Hund oder Katze) ist Endwirt des Bandwurms. Der erwachsene Bandwurm lebt im Dünndarm vom Fuchs. Zwischenwirte sind Nagetiere u.a. Feldmäuse. Diese nehmen über den Kot Bandwurmeier auf.
In deren Leber schlüpft aus dem Ei eine Larve, die sich zu einer Finne entwickelt in der neue Kopfanlagen des Bandwurms gebildet werden. Für alle Zwischenwirte verläuft diese Entwicklung tödlich.
Werden diese befallenen Zwischenwirte vom Fuchs (Hund und Katze) verzehrt, schließt sich der Entwicklungszyklus.
Der Mensch (Fehlwirt) kann sich durch Aufnahme der Bandwurmeier beim Verzehr von Waldfrüchten (Beeren und Pilze) infizieren.
Für den Menschen ist die Fuchsbandwurm-Infektion sehr gefährlich.
Schutz vor dem Fuchsbandwurm
Diese Stellen sollte man beim Sammeln von Früchten im Wald meiden .
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